Fashionweek Berlin – Tag 1

Viele Eindrücke, neue Menschen und jede Menge Mode. Seit Wochen habe ich mich auf die Fashionweek in Berlin gefreut, nicht nur um mich dort vom Flair mitreißen zu lassen, neue Ideen zu finden und Kontakte zu knüpfen, sondern auch um zu sehen, welche jungen Labels vertreten sind.

Meine erste Anlaufstation war das Kraftwerk, in dem dieses Jahr der Greenshowroom der ethical Fashion Show, einer internationalen Fachmesse für Casual-und Streetwear stattgefunden hat. Auf drei Etagen haben sich zahlreiche Labels verteilt, die sich mit ihren unterschiedlichen Designs voneinander abgehoben haben. Voraussetzung für die Ausstellung der Labels im Greenshowroom ist eine faire und ökologisch nachhaltige Produktion der Kleidung und Stoffe. Hier verfolgen alles das gleiche Ziel: endlich eine Veränderung in der Modeszene schaffen, weg vom Fast Fashion Prinzip, der Wegwerfgesellschaft und dem Konsumrausch. Die Konzepte der einzelnen Labels sind unterschiedlich: Ressouceneffiziens durch zum Beispiel Zero Waste. Hier wird der Schnitt des Kleidungsstücks so entwickelt, dass ein nur sehr geringer oder gar kein Verschnitt anfällt, oder Recycling von bereits bestehenden Ressourcen..

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Etwas länger unterhielt ich mich mit den Leuten von Cocoon, da mich die Herstellung von biologischer Seide besonders interessierte. Cocoon verkauft verschiedene Seidenstoffe und bedruckt diese auf besonders schonende Weise.

Außerdem werden bei dem Prozess der Herstellung des Seidengarns nicht wie üblicherweise die Kokons in heißes Wasser geschmissen, um die Seidenfilamente dann abzuwickeln und die Raupe im Inneren sterben zu lassen, sondern hier wird als erstes der Kokon aufgeschnitten, um die Seidenraupe frei zu lassen. IMG_4995

Das Label Lana gibt es schon seit über dreißig Jahren als Familienunternehmen und sie gehörten zu den ersten der Eco-Fashion Bewegung, die sogar damals schon vegane Kollektionen angeboten haben.

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Another View hat mir so unglaublich gut gefallen, weil das Design mit Farben und Materialien der Kollektion wunderschön ist, die Menschen am Stand total freundlich und herzlich geplaudert haben und mir die Firmenphilosphie gut gefällt. Das Label verzichtet auf schädliche Chemikalien und schlechte Arbeitsbedingungen und setzt dafür auf gute Qualität und zeitloses Design. Das hört sich nicht nur super an, sondern sieht auch toll aus, danke für den Einblick.

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Das Label Studio Jux aus den Niederlanden finde ich sehr interessant, da sie mit der Produktion ihrer Kleidung in Nepal, Schneiderinnen fair bezahlen und man bei jeden Teil von Jux sehen kann, wer es genäht hat. In der Kleidung ist ein Schild eingenäht, auf dem sich eine Nummer befindet und auf der Internetseite des Labels, stellen sich die Schneiderinnen dann vor. Dort kann man zum Beispiel lesen wie alt sie sind, seit wann sie nähen, was sich für sie seit der Arbeit für Jux verändert hat.

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Hier habe ich an der Aktion teilgenommen, jemand anderem von Jux zu erzählen und ihm einen Rabattcode zuzuschicken.

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Als letztes Label stelle ich euch  Jan´n´June  vor, ein hamburger high-end Label,  mit Verwendung von recycelten und nach den GOTS (Global Organic Textile Standards) verifizierten Stoffen. Die Kleidung ist sehr puristisch gehalten, aber durch die besondere Schnittführung oder die vereinzelten Details, finde ich die Kleidung besonders interessant.

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Im dritten Stock konnte man den Fachvorträgen der Fashiontech zuhören und sich an politischen Diskussionen zum Thema Nachhaltigkeit beteiligen. Ansonsten wurden unter anderem Mitarbeiter der Textilwirtschaft Interviewt und zum Thema Fair Fashion, Influencern und Ökostandarts befragt.

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Neben der Fashiontech gab es im dritten Stock eine Ausstellung Junger Designer (die letzten Absolventen der Esmod Berlin), die ihre Mode mit neuartigen Materialien wie Pinatex (Ananasleder) und außergewöhnlichen Fasern aus Soja und Banane ausstellten. Besonders interessant, der Stand Future Fashion Fibre von Nadja Gegner.

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Wie auf dem Bild zu erkennen, besteht das Kleid aus einer Zusammensetzung von biologisch angebauter Baumwolle und Tussar Seide von Cocoon und der Bananenfaser.

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Okeanos ist Campage einer Capsule Kollektion für Bademode, die aus recyceltem Mikroplastik besteht und somit gegen die Verschmutzung der Meere ansteuert. Die Designerin Keelin Farren möchte ein Umdenken der Modeindustrie und ruft die großen Unternehmen auf, sich mit dem Thema auseinander zu setzten und Lösungen zu finden.

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Bei dem Fashion Changers x prePeek Event war es den versammelten Bloggern und Influencern möglich, einige Teile der neusten Kollektionen der jungen Designer mit nachhaltigem Konzept, anzuprobieren, Fotos zu machen und gemeinsam in der gemütlichen Lounge zu Netzwerken.

Mein erstes Outfit war ein Jumpsuit von Jungle Folk mit einem dazu passenden Blazer in gleichem Muster. Jeder konnte sich selbst aussuchen, in welchem Outfit er am Ende von den Fotografen geshootet wollte. Stylisten perfektionierten den Look, indem sie Accessoires richtig in Szene setzten. Es hat Spaß gemacht, immer neue Dinge anzuprobieren und gemeinsam mit der Stylistin zu sehen, wie sich der Look durch minimale Veränderungen verwandeln kann.

Mit meinem finalen Styling ging es weiter zu Nui, um dort mein Make-up auffrischen zu lassen. Nui verkauft vegane Naturkosmetik, verzichtet komplett auf synthetische Inhaltsstoffe und Tierversuche, so ein tolles Konzept!

Auf meinen Lippen trage ich Amiria und der Highlighter heißt Mawhero, ein Cream Blush  für Wangen und Augen. Ich finde es toll, dass alles vegan ist und überlege mir, den Akona Lippenstift zu bestellen, da ich jetzt einen Rabattcode habe, vielen Dank Nui.

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Mein gesamter Look von Jungle Folk, fotografiert von Emilie Elisabeth 

 

Für den zweiten Look habe ich mir diesen wunderschönen Kimono von Jan´n´June ausgesucht, der aus recycelten Plastikflaschen hergestellt wurde. Darunter Trage ich einen Zweiteiler von Jux, der ebenfalls aus recyceltem Plastik besteht. Ich habe es übrigens überprüft, in jedem Kleidungsstück war ein Schild mit Nummer zu finden, um die jeweilige Näherin ausfindig zu machen.

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Abends sind wir bei dem Launch der neuen Teile der Kollektion von Ecolaf eingetrudelt und haben dort auf den gelungen Tag angestoßen. Dort habe ich übrigens unteranderem auch Marie Nasemann, eine ehemalige Kandidatin von Germanys next Topmodel, getroffen. Ich finde es toll, dass sie sich für Fair Fashion einsetzt und viele junge Designer  unterstützt.

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Danke für diesen ereignisreichen Tag, alles die das möglich gemacht haben, die tollen Menschen die ich kennen lernen durfte und den #positivevibe auf der Ethical Fashion Show in Berlin.

 

 

 

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Verfasst von

mealove ist ein persönlicher Style Blog einer Modedesignerin aus Marburg. Neben Mode und Lifestyle schreibt die Fashionbloggerin häufig über kreative Ideen und Inspirationen.

2 Kommentare zu „Fashionweek Berlin – Tag 1

    1. Danke meine Liebe, da bin ich auch dafür ❤ der vegane Lifestyle ist ja nun nicht mehr nur ein Hype sondern ist wirklich zu einer Lebenseinstellung geworden. 👀👌🏻
      Schönen Abend !! 🙂

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